Centre for Sustainable Development (CFSD)

Das Centre for Sustainable Development (CFSD) ist eine 2004 in Nagpur gegründete Nichtregierungsorganisation, die das Ziel verfolgt, die Lebensverhältnisse für alle – unabhängig vom sozialen und ökonomischen Status – so zu gestalten, dass die „basic needs“ im Sinne von grundlegender Infrastruktur, angemessener Wohnung und Zugang zur Bildung und Gesundheitsversorgung erfüllt werden.

Arbeit in Slums
Slumbewohner sollen selbst aktiv an der Wahrnehmung ihrer Rechte mitwirken, beispielsweise durch Selbsthilfegruppen (Community based Organisations = CBO`s) für die Gewährung ihrer Patta Rights (beurkundetes Grundeigentum, nur dieses kann frei veräußert, gekauft und vererbt werden) kämpfen.
CFSD unterstützt einen integrativen Entwicklungsbegriff, der das Leben vor allem der Slumbewohner durch Zusammenwirken von verschiedenen lokalen, regionalen und nationalen Initiativen und Programmen auf den Feldern städtischer Entwicklung, sozialer und technischer Infrastruktur, Armutsbekämpfung, Erziehung und Gesundheitsversorgung zu verbessern sucht.
Das CFSD geht davon aus, dass Fortschritte durch Regierungsprogramme nur dann erzielt werden können, wenn Planung und Implementierung von Grundsätzen der Nachhaltigkeit geprägt sind. Die Partizipation der Betroffenen ist unabdingbar. Frauen, Jugendliche und Kinder sollen ermutigt werden, ihre Interessen zu vertreten. Um die finanziellen Grundlagen zur Selbsthilfe zu sichern, hilft CFSD bei der Organisation von Kredit- und Sparprogrammen in Zusammenarbeit mit Banken und Behörden, die für staatliche Hilfsprogramme verantwortlich sind.
Den Frauen soll vor allem geholfen werden, durch Training handwerklicher und kaufmännischer Fertigkeiten Erwerbsquellen zu finden und durch Aufklärung gesundheitsfördernde Verhaltens- und Ernährungsgewohnheiten zu entwickeln.
Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit der benachteiligten ländlichen und städtischen Jugendlichen arbeitet CFSD an der Basis in Partnerschaft mit Regierungs-, Nichtsregierungsorganisationen und privaten Unternehmen zusammen.
Das Förderprogramm „DNYANADA“ ist für Slums gedacht, in denen keine Regierungsprogramme durchgeführt werden, um die Jugendlichen mit berufsvorbereitender Grundausbildung und Gesundheitsvorsorge sowie nährstoffreichen Mahlzeiten zu versorgen.
 
Einsatzgebiete
  • städtische Slums: Versorgung mit Infrastruktur unter Beteiligung der betroffenen Bewohner und unter Beachtung von Nachhaltigkeit der Maßnahmen
  • Frauen: Selbsthilfegruppen zur Verbesserung des Familieneinkommens, der Wohn- und Gesundheitssituation, Mikrofinanzierung
  • Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren: Grundbildung in DNYANADA Anganwadis (Kindertagesstätten), Versorgung mit Nahrung, medizinische Betreuung, Einführung von Hygienemaßnahmen, kulturelle Angebote z.B. in Ferienlagern
  • Gesundheit: Gesundheitsstationen für Check-ups und Behandlung der Slumbewohner
  • Bildung: Förderprogramme für Kinder und Jugendliche „DNYANADA“, wenn Regierungsprogramme fehlen, bzw. zur Flankierung staatlicher Bildung
  • Advocacy: Obwohl es Regierungsprogramme zur Armutsbekämpfung gibt, zeigt es sich, dass Slumbewohner selten davon profitieren. Deshalb unterstützt CFSD die Armen bei der Inanspruchnahme ihrer Rechte.

Zusammen mit anderen Nichtregierungsorganisationen werden z. B. 2000 Müllsammler organisiert, um mit der Stadtverwaltung einen Müllentsorgungsplan zu erstellen. Durch Recycling und Verkauf von Gegenständen, die aus Abfall hergestellt wurden, werden finanzielle Mittel bereit gestellt, die den Kindern der Müllsammler in Zusammenarbeit mit Regierungsprogrammen Gesundheitsversorgung und Bildung ermöglichen.

 
 
Weitere Informationen: http://www.cfsdindia.org/index.php