Prem Sewa

Prem Sewa Shikshan Sangh unterhält an drei Standorten Internate für insgesamt mehr als 1.200 Kinder. Sie sind oft Waisen oder Halbwaisen oder die Eltern können sich das Schulgeld nicht leisten. Ohne Prem Sewa hätten sie keine Chance auf Bildung, auf eine gute Arbeitsstelle und einen ausreichenden Verdienst.
 
Geschichte
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg fuhren zwei junge Deutsche mit dem Fahrrad von Deutschland nach Indien. Einer der beiden war Frank Jülich, der Gründer von Prem Sewa, der aber damals noch weit von der Idee entfernt war, ein Internat zu gründen.
Trotz des entstandenen Wunsches, möglichst bald nach Indien zurückzukehren, wurde er zunächst kanadischer Staatsbürger und Pfarrer. Schließlich kam er mit einem Missionswerk nach Indien, um die Bibel in die Sprache der Mavchi (eine Gruppe von Ureinwohnern im Westen Maharashtras) zu übersetzen. Das Projekt wurde vor seiner Vollendung abgebrochen. Einige Jahre später kehrte Frank auf eigene Faust zurück, um es zu vollenden.
Nach kurzer Zeit begannen Angehörige der Mavchis, ihre Söhne zu Frank nach Nagpur (mehrere hundert Kilometer von ihren Wohnorten entfernt) zu schicken, damit sie dort zur Schule gehen können. Er brachte es nicht übers Herz, Kinder abzulehnen, sodass seine Wohnung bald zu klein wurde und er sich nach einer anderen Bleibe umsehen musste. Ohne die indische Staatsbürgerschaft durfte er in Indien kein Land kaufen, und so gründete er die Organisation „Prem Sewa Shikshan Sangh“ („Ministry of Love Education Society“) und erwarb ein Stück brachliegendes Land in Gorewada, etwas außerhalb von Nagpur. Außenherum gab es nur Felder und einen Slum.
Gemeinsam mit den Kindern errichtete er dort eine Hütte, in der sie lebten. Das war 1982.
 
Das Jungeninternat
Heute gibt es auf dem Gelände u. a. Schlafsäle, einen Essenssaal, eine Schule, ein kleines Krankenhaus, einen Spielplatz, einen eigenen Wasserturm. Das Internat beherbergt mehr als 600 Jungen von der 1. Klasse bis zum Bachelor-Abschluss am College. Die Schule reicht bis zur 10. Klasse, die älteren Jungen besuchen Colleges in der Stadt Nagpur. Die Schule ist inzwischen über das ehemalige Gelände hinaus gewachsen. Die Schüler kommen zum Teil aus Nagpur, zum Teil aus dem Gebiet der Mavchi im Westen Maharashtras, aber auch aus den Slums von Mumbai und Delhi und von zahlreichen anderen Orten.

Nahe dem Mädcheninternat existiert im Distrikt Dhule noch eine weitere Einrichtung für ca. 100 Jungen, die von einem ehemaligen Prem Sewa-Schüler gegründet wurde und von der Organisation unterstützt wird.
 
Das Mädcheninternat
Neben dem Jungeninternat in Nagpur unterhält die Organisation seit 1992 ein Mädcheninternat im kleinen Dorf Manjari im Distrikt Dhule, 650 km von Nagpur entfernt nahe der Grenze zum Bundesstaat Gujarat. Die etwas mehr als 500 Mädchen kommen aus der Umgebung, sie gehören den Ureinwohnern Indiens an, ein Großteil den Mavchis. Die Schule hier geht von der 5.-10. Klasse, jüngere Kinder gehen auf die staatliche Grundschule im Dorf. In nächster Zeit soll auch noch die Oberstufe (11. und 12. Klasse) angeschlossen werden.
 
 
 
 
Fast alle Mitarbeiter, auch der Präsident Yohan Raut und der Direktor Bapu Desai, waren selbst Schüler in Prem Sewa. Ein Großteil der Spenden, durch die sich die Organisation finanziert, kommt aus Kanada und Deutschland, aber das Management liegt heute ganz in indischer Hand, Frank Jülich fungiert nur noch als Berater.
 
Für einen Euro kann man… 
… einen Coffee to go trinken.
… eine Kugel Eis essen.
… 8 Spülschwämme kaufen.
… ein Kind einen Tag lang in Prem Sewa versorgen.
 
Für nur einen Euro können Sie sämtliche Kosten für die Versorgung eines Kindes an einem Tag bei Prem Sewa übernehmen. Wenn Sie Prem Sewa unterstützen möchten, dann können Sie dies über das Konto der DIZ mit dem Betreff „Spende Prem Sewa“ tun. Besonders hilfreich sind regelmäßige, langfristige Spenden. Dies würde Prem Sewa etwas Planungssicherheit geben. Schließlich wird Prem Sewa jedes Kind, das eingeschult wird, bis zu 10 Jahre lang versorgen. Wenn Sie möchten, können Sie uns eine Einzugsermächtigung erteilen.

 

Weitere Informationen: http://www.premsewa.org/